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Analytics statt Hochrechnung oder Bauchgefühl

Forecasting und Nachhaltigkeit

Eine Berechnung und Bewertung von Prognosen ohne gute IT-Unterstützung wird zusehends kompliziert und unzuverlässig. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.

von Jörg Cramer, am 25. Februar 2010

Forecasting [1], also der Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung, hat in den meisten Unternehmen bis heute im Wesentlichen zwei Gesichter: Entweder werden vorhandene Zahlen weitgehend mechanisch hochgerechnet, was stabile, berechenbare Marktfaktoren voraussetzt – in wirtschaftlich instabilen Zeiten eine Illusion. Oder das Bauchgefühl des Managements liefert Schätzungen auf Basis mehr oder weniger diffuser Informationen – eine Art Orakel also, das nicht nur Compliance-Verantwortlichen Kopfschmerzen bereitet.

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Beide Gesichter vereint, dass ihr Prinzip nichts mit Nachhaltigem Handeln zu tun hat. Business Analytics [9]stellt diese Kristallkugel auf eine solide Faktenbasis und macht belastbare Prognosen zur Realität. Nicht nur fürs Topmanagement, sondern auch in den Fachabteilungen .

Mit BI-Software Detailfragen klären

Viel Geld haben die Unternehmen in den letzten Jahren investiert, um ihre Geschäftsprozesse mit ERP-Systemen digital zu dokumentieren und damit schneller, flexibler und effizienter zu machen. Aber für viele alltägliche Fragestellungen – etwa: "Wie entwickelte sich der Umsatz in Filialen mit mehr als 500 Quadratmetern im ersten Halbjahr?" – fehlt nach wie vor die Transparenz. Eine Antwort: Business-Intelligence-Instrumente [3] für das Reporting [10], die die Entwicklungen im Unternehmen für das Controlling abteilungsübergreifend nachvollziehbar machen.

Blick zurück statt nach vorn

Allein: Ein solcher Blick des Controllings auf das Geschehen ist rein vergangenheitsorientiert und deskriptiv. Wie können Finanzchefs also Informationen generieren, die künftige Entwicklungen abbilden, die die Wechselwirkungen einzelner Entscheidungen untereinander deutlich machen, um Handlungsalternativen aufzuzeigen? Experten sind sich einig: mit dem konsequenten Einsatz von Business Analytics (ebenso spielen die strategische und operative Planung noch allzu oft ein Eigenleben [7]).

Business Analytics in Prozesse einbinden

Denn es reicht nicht aus, den Status quo zu betrachten. Unternehmen müssen aktiv ihre Leistungsfähigkeit steigern, jetzt und in Zukunft. Das setzt allerdings voraus, dass Business Analytics eng in die Fach- und Managementprozesse eingebunden wird. Und das wiederum ist nur möglich, wenn die Analyse- und Prognoseanwendungen im Controlling [11]konkrete Fragestellungen aus der Praxis adressieren und von den Mitarbeitern aus den Fachabteilungen genutzt werden können, ohne dass sie auf die Unterstützung der IT-Abteilung zurückgreifen müssen.

Tools müssen den Forecast vereinfachen

Interaktive Benutzeroberflächen für den Forecast

Einer der Schlüssel dazu ist so einfach wie einleuchtend: Anwender müssen die Funktionalität einfach und ohne großen Schulungsaufwand für ihre täglichen Aufgaben einsetzen können. Dazu brauchen sie interaktive Benutzeroberflächen der Analyse- und Forecasting-Lösungen, die die Nutzer automatisch durch die Auswahl der Modelle für die Prognosen und Analysen leitet. Die Auswahl der den Prognosen zugrunde liegenden Modelle erfolgt selbsttätig; deshalb benötigen die Anwender keine statistischen Vorkenntnisse, um diese Vorhersagen durchzuführen.

 

Produkte wie "SAS Business Analytics" können sich als sogar Add-in in ERP-Umgebungen integrieren. SAP-Anwender in Industrie- und Handelsunternehmen so beispielsweise die künftige Nachfrage nach einzelnen Produkten besser vorhersagen, um bei gleichzeitiger Sicherstellung der Lieferfähigkeit die Kosten für Lagerhaltung und Kapitalbindung [12] in der Lieferkette zu senken. Einmal eingestellt, liefert die Software die prognostizierten Absatzmengen als statistisch fundierte Kennzahl ans ERP-System.

Gutes Bauchgefühl

Business-Analytics-Systeme verwandeln die operativen Daten also ohne Aufwand für den Anwender schnell in strategisch wertvolle Informationen, indem sie Muster und Trends erkennen, Prognosen vornehmen und Simulationen durchführen. Kein Orakel, keine Kristallkugel, aber ein Bauchgefühl: ein gutes nämlich, wenn Entscheidungen auf sicherer Grundlage gefällt werden.

 

 

Jörg Cramer, Manager Competence Center Performance Management, SAS InstituteJörg Cramer, Manager Competence Center Performance Management, SAS Deutschland [13], Seine Kolumnen  zu Ansätzen einer nachhaltigen Unternehmenssteuerung [14]rund erscheinen regelmäßig auf CFOworld. Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Quellen-URL: http://www.cfoworld.de/forecasting-und-nachhaltigkeit

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[5] http://www.cfoworld.de/244/nachhaltigkeit
[6] http://www.cfoworld.de/performance-management-von-1713
[7] http://www.cfoworld.de/wie-ein-sportwagen-auf-fahrradreifen
[8] http://www.cfoworld.de/hr-abteilung-der-ungehobene-schatz
[9] http://www.cfoworld.de/13/analytics
[10] http://www.cfoworld.de/647/berichtswesen
[11] http://www.cfoworld.de/14/controlling
[12] http://www.cfoworld.de/681/kapitalbindung
[13] http://www.sas.com/offices/europe/germany/index.html
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