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Umbau der deutschen Wirtschaft

Green Economy for Germany

Umbau der deutschen Wirtschaft: Green Economy for Germany
© BMBF

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bundesumweltminister Peter Altmaier wollen mit einer neuen Initiativ, den Umbau der deutschen Wirtschaft in Richtung einer "Green Economy" forcieren und haben nun erst einmal Experten nach Berlin geladen, um darüber zu diskutieren.

5. Sep 2012 von Sascha Alexander

Die Frage, wie mit marktwirtschaftlichen Instrumenten nachhaltige Produktion, Preisbildung und Konsumverhalten erreicht werden können soll im Mittelpunkt einer derzeit laufenden Konferenz in Berlin stehen, zu der 450 Experten geladen sind.

Die Ergebnisse sollen laut BMBF der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Forschungsprogramm Green Economy sein. Ziel sei es, die Art des Wirtschaftens in Zukunft ressourceneffizienter, umweltverträglicher und sozial inklusiver zu machen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan betonte zum Auftakt der Konferenz, dass sie eine kohlenstoffarme und ressourceneffiziente soziale Marktwirtschaft anstrebe. "Die Art und Weise wie wir leben und wirtschaften, hat einen enormen Effekt auf unsere Umwelt. Daher wollen wir der Gesellschaft eine Gebrauchsanweisung für praktisches Handeln an die Hand geben, um den Herausforderungen durch Klimawandel, Energie- und Ressourcenknappheit wirksam zu begegnen", sagte Schavan. "Mit der Green Economy verfolgen wir das Ziel, in Zukunft nachhaltige Ideen von der Produktion über die Unternehmensführung bis in die Bereiche Konsum und Recycling in einem Kreislauf miteinander zu verknüpfen."

Greening der deutschen Wirtschaft

Bundesumweltminister Peter Altmaier (im Foto rechts) betonte: "In Deutschland ist der Prozess eines "Greenings" der Wirtschaft schon weit vorangeschritten. Mit weniger Rohstoffen, weniger Schadstoffausstoß und geringerem Energieeinsatz als noch vor zehn Jahren erwirtschaften wir heute die gleichen Erträge. Die Marktchancen sind enorm: Energie- und Rohstoffeffizienz werden mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, Umwelt- und Effizienztechnologien sind Wachstumstreiber entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette."

Die internationale Staatengemeinschaft (UN) hatte in Rio die Green Economy als zentrales strategisches Instrument für nachhaltige Entwicklung anerkannt und betont, dass die Transformation zu einer Green Economy eine Aufgabe für alle Staaten ist - für Entwicklungs- und Schwellenländer, aber auch für Industriestaaten. Wirtschaft und Konsumenten sollen damit in die Lage versetzt werden, aus eigenem Interesse den Umbau der Wirtschaft zu beschleunigen. Deutschland und die EU würden hierbei eine Schlüsselrolle einnehmen, sagte der Berater und Buchautor Jeremy Rifkin (auf dem Foto links) in Berlin: "Die Aufgabe Deutschlands und der Europärer ist es, uns in diese neue Welt zu führen. Wir brauchen eine Forschungsagenda und eine Agenda für die Umsetzung von Vorzeigeprojekten."

Deutsche Umwelttechnik vorn

Deutschland starte laut BMBF "aus einer hervorragenden Position", würden doch jährlich mehr als 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung investiert. Deutsche Anbieter hätten bei den Umwelttechnologien weltweit eine Spitzenposition. Bei den "Umweltfreundlichen Energien und der Energiespeicherung" verfügten sie zum Beispiel über einen Weltmarktanteil von 23 Prozent. In der Umweltbranche arbeiten heute bereits über 2 Millionen Menschen. Die Projektförderung der Nachhaltigkeitsforschung hat sich in den letzten acht Jahren fast verdoppelt - auf derzeit rund 430 Millionen Euro.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie hier auf CFOworld [1].


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