Der Playboy-Gründer hat gestern angekündigt, sein angeschlagenes Lebenswerk zurückkaufen zu wollen. Daraufhin meldete sich Penthouse.
Das angeschlagene Männermagazin „Playboy [1]“ ist noch nicht verloren. Nur einige Stunden nachdem bekannt wurde, dass der Gründer und Großaktionär des Magazins, Hugh Hefner, das Unternehmen komplett zurückkaufen und gleichzeitig von der Börse nehmen will, meldete sich der Besitzer des Konkurrenzblattes „Penthouse [2]“ zu Wort. Doch es bestehen kaum Erfolgsausichten für eine Übernahme [3].

Das Playboy-Logo: Schon letztes Jahr gab es Übernahme-Gerüchte - das berühmte Bunny-Logo ist immer noch begehrt
„Wir sind schon seit langem am Playboy interessiert und erwägen ein alternatives Angebot“, so der Chef der Penthouse-Mutterfirma Friend Finder Networks, Marc Bell, gegenüber dem „Wall Street Journal“.
Doch Hugh Hefner hält rund 69,5 Prozent der Stimmrechte und auch ein Drittel stimmrechtslosen Aktien. Dieser hatte außerdem bereits vorsorglich klargestellt, dass er unter keinen Umständen seine Anteile verkaufen oder seine Playboy Enterprises mit einem anderen Unternehmen verschmelzen möchte.
Mr. Playboy himself zeigte sich gleichzeitig besorgt über die redaktionelle Ausrichtung des renommierten Männermagazins und das Ansehen der berühmten Marke - beide sind defizitär. Deshalb will er den anderen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Der Verwaltungsrat ließ aber offen, ob er die Übernahme befürwortet. Hefners Offerte bewertet die gesamte Playboy Enterprises mit rund 185 Millionen US-Dollar (was in etwa 147 Millionen Euro entspräche).
Im Jahre 1953 hatte Hefner das berühmte Männermagazin gegründet und es zu einem Medienimperium aufgebaut, das mit Clubs, Fernsehkanälen und einem Lizenzgeschäft für das berühmte "Bunny"-Logo schnell einzigartig wurde. Doch seit das Internet sich immer weiter ausbreitet, sinkt die Printauflage und die Werbeeinahmen gingen drastisch zurück.
Die aktuelle Unternehmensleitung steuerte gegen: mit einem strammen Sparkurs und der Auslagerung von Geschäften, etwa dem Online-Handel, konnte der Verlust auf eine Million Dollar im Quartal gesenkt werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass dieser Wandel nicht viel mehr von Playboy Enterprises übrig lässt, als eine Firma, die einen weltbekannten Namen vermarktet.
Unternehmensgründer Hefner möchte daher etwas unternehmen, um den Kahlschlag zu verhindern. Dazu hat sich der Lebemann an den Finanzinvestor Rizvi Traverse gewandt. Hefner plant mit dessen Hilfe, den anderen Aktionären 5,50 Dollar je Anteilsschein zu zahlen, was einen Aufschlag von rund 40 Prozent zum Schlusskurs vom Freitag bedeuten würde.
Links:
[1] http://www.playboy.de/
[2] http://penthouse.de/
[3] http://www.cfoworld.de/59/uebernahme
[4] http://www.cfoworld.de/32/leadership
[5] http://www.cfoworld.de/20/ma
[6] http://www.cfoworld.de/ma-die-top-10-im-juni
[7] http://www.cfoworld.de/aw-aw-ihre-sekretaerin-hat-ja-ganz-schoene
[8] http://www.cfoworld.de/forward?path=hugh-hefner-verteidigt-seine-marke
[9] http://www.cfoworld.de/print/hugh-hefner-verteidigt-seine-marke