Die technische Infrastruktur und leistungsfähige Software sind die größte Hürden bei der Umsetzung von Risk-Lösungen. Doch mittlerweile verbessert sich laut der RMA die Lage.
Eine Bestandsaufnahme der heute im Einsatz befindlichen Produkte und Techniken im Risiko-Management haben jetzt die Risk Management Association (RMA [1]) und das Beratungshaus BeOne [2] vorgestellt.
Sie zeige laut der Autoren eine erfreuliche Entwicklung: Zwar sind spezielle Risikomanagement-Software und selbst Software für Projektmanagement immer noch vergleichweise selten bei Unternehmen zu finden, doch sei die bisherige Dominanz von Office-Produkten, also vor allem Excel, auf diesem Anwendungsgebiet erstmals rückläufig (mehr zur Arbeit und Problemen mit Excel finden Sie hier [9]).
Insgesamt nutzen 34 Prozent der befragten Unternehmen Office-Produkte für ihr Risiko-Management. Spezielle Software für Risikomanagement (lokale Lösungen) findet sich in 12 Prozent der Firmen. Entsprechende unternehmensweite, also in die Prozesse integrierte Anwendungen sind laut RMA bei 17 Prozent der Unternehmen im Einsatz. Ferner versuchen 18 Prozent mit eigenen Lösungen ihr Glück, während bei immer noch 13 Prozent gar keine Softwareunterstützung für Risk Management vorhanden ist.
Für Dr. Roland Franz Erben, Vorstandsvorsitzender der RMA, München, ist die Situation beim IT-Einsastz dennoch insgesamt erfreulich: "Obwohl in vielen Bereichen weiterhin Nachholbedarf besteht, ist das Risikomanagement erwachsener geworden (oft sind es aber bloße Lippenbekenntnisse [8]). Das zeigt sich in der Studie beispielsweise hinsichtlich der Gründe für dessen Einsatz, der Intensität der Beschäftigung mit Risiken oder auch der zunehmenden Verwendung spezifischer Risikomanagement-Informations-Systeme als Ersatz bisheriger Excel-basierter Lösungen."
Auch der Markt für Risikomanagement-Informationssysteme (RMIS) reagiert laut Studie auf die wachsende Nachfrage nach Softwarelösungen, wenngleich das Angebot sehr unübersichtlich bleibt: "Ein dominanter „Spieler“ ist hier derzeit – und wohl auch auf absehbare Zeit – nicht in Sicht", kommentiert Dr. Detlef Roß, Senior Consultant bei BeOne in München die Lage (siehe auch die Übersicht zu Planungswerkzeugen [11]).
Erfreulich sei aber, so Roß, dass heute verfügbaren Lösungen vielfach ein Leistungsspektrum bieten, das vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehalten wurde. Die wichtigsten Anforderungen an ein RMIS sind Studie die folgenden Punkte auf:
Links:
[1] http://www.rma-ev.org/
[2] http://www.beone-group.com/
[3] http://www.cfoworld.de/33/management
[4] http://www.cfoworld.de/14/controlling
[5] http://www.cfoworld.de/694/excel-fuer-controller
[6] http://www.cfoworld.de/49/it-management
[7] http://www.cfoworld.de/9/risikomanagement
[8] http://www.cfoworld.de/lippenbekenntnis-risikomanagement
[9] http://www.cfoworld.de/20-gute-tipps-fuer-excel
[10] http://www.cfoworld.de/risk-manager-braucht-das-land
[11] http://www.cfoworld.de/die-top-anbieter-von-planungs-tools
[12] http://www.cfoworld.de/forward?path=risk-management-excel-auf-dem-rueckzug
[13] http://www.cfoworld.de/print/risk-management-excel-auf-dem-rueckzug