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Tools für Reporting, Planung und Budgetierung

Was der Mittelstand von BI erwartet

Kleine und mittlere Firmen setzen verstärkt auf Business Intelligence. Bei der Auswahl entsprechender Controlling-Tools legen sie vor allem Wert auf eine schnelle Implementierung.

von Werner Kurzlechner, am 5. Juli 2010

Der Mittelstand startet bei Business Intelligence [1] (BI) durch, wenn auch mit angezogener Handbremse. Die Firmen wissen um das strategische Potenzial von Reporting [2]- und Analyse-Tools, wollen sich an BI-Projekten aber nicht überheben. Worauf es den Anwendern vor allem ankommt, zeigen zwei aktuelle Studien.

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"Business Intelligence kann die notwendige Transparenz schaffen, die zu strategischen Wettbewerbsvorteilen führt. Dies erkennt insbesondere der Mittelstand", sagt Roman Schäfer, Geschäftsführer des Beratungshauses Conunit [10], das gemeinsam mit Wirtschaftsinformatikern der Technischen Universität (TU) Chemnitz 370 deutsche Mittelständler befragte.

BI-Anwender profitierten in der Krise 

Diese Vorzüge machte offensichtlich gerade die Wirtschafts- und Finanzkrise offenbar, wie der Lösungsanbieter Novem Business Applications [11] herausfand. Zwei Drittel der Anwender gaben an, dass BI-Lösungen bei der Bewältigung der Krise eine besondere Hilfe gewesen seien. Sie hätten schnelle Kurskorrekturen (63 Prozent) und einen präziseren Blick auf Stärken und Schwächen (62 Prozent) ermöglicht sowie das Risiko von Fehlentscheidungen verringert (57 Prozent).

Auch in mittelständischen Firmen schätzt man diese BI-Potenziale [9] immer mehr. Aber man muss sie auch bezahlen können, kann auf Erfolge nicht so lange warten wie große Unternehmen und darf seine Organisation nicht mit einem schwerfälligen BI-Projekt lähmen.

Zwei Drittel: Schnelle Implementierung wichtig

Eine Novem-Umfrage unter mehr als 400 Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von bis zu 25 Millionen Euro bestätigt dieses Bild (siehe Grafik). Entscheidendes Auswahlkriterium ist für die meisten Firmen, dass nach schneller Implementierung alles funktioniert. Zwei Drittel sagten, eine kurze Einführungszeit sei ihnen besonders wichtig.

Novem, BI-Studie, Mittelstand

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Mittelstand setzt auf einfache Lösungen

63 Prozent nannten in der Novem-Studie die Unabhängigkeit von speziellem IT-Know-how einen wichtigen Faktor, 58 Prozent einen geringen Lern- und Schulungsaufwand. "Der Mittelstand achtet bei BI sehr auf den Gedanken der Einfachheit, weil er sich sonst sowohl fachlich und organisatorisch als auch kostenmäßig überfordert fühlt", sagt Novem-Geschäftsführer Anastasios Christodoulou. 61 Prozent gaben entsprechend an, auf ein transparentes Preismodell zu achten. Weniger wichtig ist für diese Anwendergruppe hingegen die leichte Erweiterbarkeit, die nur von der Hälfte der Befragten als Kriterium angeführt wurde.

Den größten Nutzen von BI-Lösungen sehen Mittelständler mit einem Jahresumsatz zwischen 100 Millionen und 1 Milliarde Euro laut der erwähnten Studie von Conunit und TU Chemnitz [13] in einer schnellen Berichtsverfügbarkeit, qualitativ besseren Berichten und einem einfachen Informationszugang.

BI vor allem im Controlling

Dies verweist auf das eingeschränkte Anwendungsfeld in diesen Unternehmen. BI wird vornehmlich von Controlling (88 Prozent), Vertrieb (75 Prozent) und Rechnungswesen (63 Prozent) genutzt und dient zur Erstellung von Berichten für Management und Geschäftsführung: 81 Prozent nutzen BI zur Berichterstellung, 75 Prozent zur Ad-Hoc-Datenanalyse und 62 Prozent zur Budgetierung [14].

Umdenken bei Risikomanagement

Für weitere Einsatzgebiete spielen Business-Intelligence-Tools bislang nur eine geringe Rolle. So wird beispielsweise ein Risikomanagement nur in 17 Prozent der mittelstädischen Unternehmen durch BI-Technik unterstützt. Ein Umdenken ist jedoch im Gange: 60 Prozent planen, BI auch beim Risikomanagement einzusetzen. 52 und 48 Prozent gaben an, BI-Tolls künftig mehr beim Aufbau von Management Dashboards und Balanced Scorecards einsetzen zu wollen.

Forecasting kaum gefragt

Weit weniger interessant ist ein transparentes Forecasting, das lediglich von 54 Prozent als Antwort genannt wurde. Anzunehmen allerdings, dass es in Bälde deutlich mehr sein werden. "Auch für den Mittelstand werden die Entscheidungsbedingungen immer komplexer, und wachsen parallel dazu die Entscheidungsrisiken", so Christodoulou.

Firmen planen verstärkt Projekte

Für ein Drittel der Mittelständler sei BI in diesem Zusammenhang bereits Pflicht, weitere 31 Prozent halten derartige Software-Lösungen für immer wichtiger, so die Novem-Studie. Ein Fünftel der Firmen sehen hingegen keinen Bedarf für BI.

Optimistischer ist da die Conunit-Befragung, laut der 90 Prozent der Befragten BI-Know-how aufbauen oder mit dem Gedanken daran spielen. Eines ist in jedem Fall gewiss: "Business Intelligence hat insgesamt im Mittelstand noch Potenzial", so Prof. Peter Gluchowski von der TU Chemnitz.

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Quellen-URL: http://www.cfoworld.de/was-der-mittelstand-von-bi-erwartet

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[1] http://www.cfoworld.de/11/business-intelligence
[2] http://www.cfoworld.de/647/berichtswesen
[3] http://www.cfoworld.de/33/management
[4] http://www.cfoworld.de/15/finanzplanung
[5] http://www.cfoworld.de/49/it-management
[6] http://www.cfoworld.de/12/performance-management
[7] http://www.cfoworld.de/business-intelligence-fuer-controller
[8] http://www.cfoworld.de/business-intelligence-richtig-organisieren
[9] http://www.cfoworld.de/business-intelligence-als-krisenschutz
[10] http://www.conunit.net/
[11] http://www.novemba.de/
[12] http://www.cfoworld.de/was-der-mittelstand-von-bi-erwartet?page=2
[13] http://www.tu-chemnitz.de/
[14] http://www.cfoworld.de/109/budgetierung
[15] http://www.cfoworld.de/forward?path=was-der-mittelstand-von-bi-erwartet
[16] http://www.cfoworld.de/print/was-der-mittelstand-von-bi-erwartet