Governance, Risk, Compliance

Risikomanagement nach der Krise

Eine straffere Organisation und Führung durch den CFO, veränderte Metriken und mehr IT-Einsatz prägen das künftige Risikomanagement.

von Werner Kurzlechner, am 22. Februar 2011

In einer aktuellen Studie von Capgemini über die IT-Trends in diesem Jahr erhielt das Thema Risikomanagement den dritthöchsten Wert auf der Prioritätenskala. "Risikomanagement wird seit der Wirtschaftskrise als geschäftskritisch angesehen", heißt es in der Studie. Finanzdienstleister hätten ihre Lösungen seither kontinuierlich ausgebaut, um besser für kommende Ereignisse gewappnet zu sein. Andere Branchen zögen nach (lesen Sie auch wo weltweit Führungskräfte in 2011 die größten Risiken und Chancen für das Geschäft sehen).

Der CFO als oberster Risikomanager

Doch es bleiben grundsätzliche Fragen, wie etwa die nach der angemessenen Organisation des Rsikomanagements in Unternehmen. Für Richard Anderson von der Unternehmensberatung Wipro Consulting ist diesbezüglich der Fall klar: Der CFO sollte beim Risikomanagement das Heft in die Hand nehmen – egal wie viele Einzelpersonen und Teams an diesen Aufgaben beteiligt sind.

Organisatorische Silos im Risk Management

"Manche Firmen haben offensichtlich eine Risk Management-Gruppe, eine interne Audit-Gruppe und eventuell noch eine interne Kontrollstelle sowie natürlich ihre IT-Abteilung – und alle arbeiten für sich in ihren Silos", bemängelt Anderson gegenüber unserer britischen Schwesterpublikation CFOWorld. "Irgendeiner muss die Kontrolle übernehmen und koordinieren, was wir als funktionierenden Ansatz für Governance, Risk & Control (GRC) bezeichnen. Der CFO muss dabei eine Führungsrolle übernehmen." Ausnahmen kann es nach Einschätzung Andersons nur geben, wenn der Posten eines Chief Risk Officers (CRO) besetzt ist.

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