
Die Stimmung unter Schweizer Finanzvorständen hat sich im letzten Quartal eingetrübt. Grund sind vor allem der starke Franken und Absatzsorgen.
Die Schuldenkrise in Europa sorgt zunehmend für Besorgnis unter Schweizer CFOs. Diesen Eindruck vermittelt jetzt die Quartalsumfrage des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte, an der 73 Finanzvorstände teilnahmen.
Demnach bleiben die Schweizer Finanzchefs zwar insgesamt noch optimistisch bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz, machen sich aber mehr Sorgen um die Lage ihres eigenen Unternehmens als noch in den Quartalen zuvor (siehe auch die Stimmung unter CFOs in Österreich).
Die größten wirtschaftlichen Risiken für die kommenden 12 Monate stecken nach ihrer Ansicht im starken Franken (60 Prozent) und einer davon beeinflussten schwächere Auslandsnachfrage (57 Prozent).
Damit verbunden ist zudem für 88 Prozent der Befragten die europäische Schuldenkrise allgemein "ein relativ grosses Risiko" für die Schweiz. Die diesbezüglich von der Politik bislang verfolgten Lösungsansätze wie die Ausdehnung bestehender Rettungsprogramme seien nach Meinung der Finanzchefs ungeeignet und noch unattraktiver als radikalere Lösungen wie ein Austritt der betroffenen Länder aus der Euro-Zone oder ein Staatsbankrott. Die Mehrheit der CFOs (60 Prozent) würde stattdessen eine Umschuldung einschliesslich eines Teilverzichts von Gläubigern favorisieren.
Die Ergebnisse der Umfrage zusammengefasst:
Die komplette Studie ist bei Deloitte im Download verfügbar.
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