
Wo menschelt es mehr als in Projekten und Teams? Der CFO und Projektleiter sollte folgende Ratschläge nicht beherzigen, wenn er Erfolg und Anerkennung sucht und braucht.
Jeder Finanzverantwortliche träumt von einer funktionierende Organisation und einem eingespielten Team, das sich gemeinsam für ein Ziel engagiert und an den Erfolg glaubt. Die Wirklichkeit kennt jeder. Oft scheint es, als würden Mitarbeiter und Projektleitung für verschiedene Mannschaften spielen.
Die Gründe für Probleme oder enttäuschende Ergebnisse im Projekt lassen sich jedoch nicht immer nur auf den allgemeinen Zeit- und Kostendruck, Ressourcenmangel oder den Wechsel in der Untersnehmensstrategie schieben, vielmehr muss auch der Manager struktuiert und mit Geschick und Gefühl sein Team leiten und motivieren (so will beispielsweise Jürgen G. Schulze, Leiter Konzerncontrolling beim Süddeutschen Verlag, keine Eigenbrötler im Team haben).
Nachfolgend haben wir für Sie häufige Vorgehens- und Verhaltensweisen aufgeführt, mit denen Sie garantiert ihr Team ode Fachbereich gegen sich in Stellung bringen:
Setzen Sie die Verantwortlichen unter Termindruck. Mit engen Terminen stellen Sie sicher, dass möglichst wenige Betroffene ins Boot geholt werden. Damit vermeiden Sie die sowieso unnötigen Diskussionen um Meinungs- sowie Wahrnehmungsunterschiede. Und: Sie behalten die vermeintliche Kontrolle über Budget und Termine.
Starten Sie mit einer problem-orientierten Ist-Analyse. Fragen Sie immer zuerst danach, was nicht gut läuft. Damit fokussieren Sie die Aufmerksamkeit aller Beteiligten auf die Schwächen der Organisation. Sie stellen sicher, dass niemand auf die Idee kommt, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Und das Beste: Die Veränderungsenergie wird so gering sein, dass die operative Arbeit kaum gestört wird (siehe auch wie CFO und CIO miteinander sprechen sollten).
Geben Sie möglichst kein zusammenfassendes Feedback. Halten Sie die Betroffenen im Unklaren. Das fördert zwar die Gerüchteküche, hält aber den Änderungsaufwand für die Konzeptionierer gering. Sie erhalten schon mit dem ersten Wurf ein Konzept aus einem Guss - ohne lästige und zeitaufwändige Anpassung an unterschiedliche Wahrnehmungen der Beteiligten.
Lassen Sie das Konzept ohne Beteiligung der Betroffenen ausarbeiten. Hier können Sie Aufwand und Budget einsparen. Jeder Betroffene wird mit seinen individuellen Ansichten sowieso nur das Konzept verwässern. Außerdem: Wenn ein Außenstehender den Sollzustand konzipiert, kommt endlich frischer Wind in die Organisation. Bei der Umsetzung werden sich die Betroffenen schon an die neue Ausrichtung gewöhnen.
Vermitteln Sie das Konzept frontal mit mindestens 100 Powerpoint Slides. Hier gilt: Je mehr Input, desto weniger lästige Rückfragen. Halten Sie das Präsentationstempo hoch. Planen Sie ja keine Zeit für die Diskussion ein. Das Konzept steht. Basta!

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