
Zu den häufigsten IT-Großprojekten gehört die Einführung von ERP-Software. CFOs sollten bei der Anschaffung nicht nur auf Lizenz-Schnäppchen und Sonderkonditionen achten - es kann sonst später teuer werden.
Nachfolgend lesen Sie, welche möglichen Probleme CFOs vor der Einführung von Enterprise Ressource Planing-Software beachten sollten.
Die Abnahmeverpflichtung umgeht das Budgetierungssystem des Unternehmens und schafft Verpflichtungen, die meist nicht bilanziert werden, aber im Millionenbereich liegen können. Außerdem berücksichtigt sie nicht die spätere unternehmerische Dynamik und ihre Bedarfe und liegt damit konträr zur Unternehmensplanung.
Da relativ weit in die Zukunft gegriffen wird, werden auch spätere Auswahlprozesse konterkariert – man kauft jetzt sehr günstig und denkt später darüber nach, ob es wirklich nötig war.
Da die Entscheidung meist nicht den (langweiligen) IT-Strategen involvierte, wurde oft Software mitgeordert, die sich später als unausgereift, unpassend oder schlicht nicht wettbewerbsfähig herausstellte.
Gelegentlich wurde sogar Software gekauft, deren Funktionen nur versprochen, aber nicht getestet werden konnten. Oft kam es hier zu gar keiner Nutzung, weil besagte Funktionen sich verspäteten und dann auch noch häufig unbrauchbar waren.
Die jetzt auslaufenden Vereinbarungen wurden zu Zeiten des konjunkturellen Sonnenscheins geschlossen. Damit waren die Annahmen über die Geschäftsentwicklung oft zu positiv. Die Folge: Lizenz- und Wartungskosten liegen heute oft 30 oder mehr Prozent über der jetzt feststellbaren Realität. Die Aussetzung der Nachvermessung wirkte auf die Unternehmensvertreter wie „All-inclusive“-Angebote im Urlaub – man geht schlampig mit den Nutzungsrechten um, es wird Speck angesetzt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Sie tun können, um die Kostenfalle zu vermeiden...
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