
Das Buch zu Perfomance Dashboards vereint anschaulich Methoden, Techniken und Tipps für die Analyse und Aufbereitung von Daten sowie Unternehmenssteuerung.
In den kommenden Tagen stellen wir Ihnen die wichtigsten deutschsprachigen Bücher über Business Intelligence und Performance Management vor und bewerten sie hinsichtlich ihrer Eignung als Wissensvermittlung für den Controller.
Nach dem Grundlagenbuch von Kemper et al.) und dem Nachschlagewerk von Gluchowski et al. stellt Ihnen der Autor heute einen weiteren prominenten Experten und sein Buch vor:
Wayne W. Eckerson, Performance Dashboard – Measuring, Monitoring, and Managing Your Business, Wiley, Hoboken, 2006, ISBN-10: 0-471-72417-3
Wayne Eckerson ist Research Director beim The Data Warehouse Institute (TDWI) und sicherlich einer der renomiertesten Vertreter im betrachteten Bereich. Wenn so ein Domain-Schwergewicht einen Buch die BI schreibt, sollte man davon ausgehen, dass hier was Gehaltvolles herauskommt. Die ca. 300 Seiten umfassende Arbeit wird durch zahlreiche Umfragen untermauert, die in den letzten Jahre im Rahmen von Studien durch das TDWI durchgeführt worden sind.
Im ersten Teil des Buchs geht es um die Abgrenzung zwischen Business Intelligence und Performance Management. Es ist also im Wesentlichen klassifikatorisch und hilft, den BI/PM-Dschungel leichter zu durchdringen.
Eckerson nutzt den Begriff Performance Dashboard, um nicht nur die Spitze des Eisbergs, nämlich die bunten Auswertungen zu beschreiben, sondern auch den doch zum Teil mühsamen Weg der Entstehung einzubeziehen. Entsprechend sieht er auch drei Stufen: die Top Sicht, die nachfolgende und die Basis bildende mehrdimensionale Analyse und die eher detaillierte Berichtssicht.
Orthogonal dazu stehen die drei Arten von Scorecards: Operativ, taktisch und strategisch. Dieser Sichtweise hat sich mittlerweile durchgesetzt und hat das grundsätzliche Verständnis von BPM verbessert. Ein strategisches Dashboard basiert in der Regel auf einer Balanced Scorecard oder einer ähnlichen Strategieorientierten Methode (Lesen Sie auch den Beitrag über die Einführung und Nutzung dieser Maangement Methode). Das operationale Dashboard ist eher das Werkzeug zur Steuerung von operativen Prozessen, also in etwa das, was man früher als Leitstand bezeichnete. Daher muss es in der Regel auch in Echtzeit bedient werden. Das taktische Dashboard liegt dazwischen und fasst das klassische Management Reporting mit Zeitreihen usw. zusammen.
Kapitel 2 und Kapitel 3 widmen sich je der Rolle von Business Performance Management und Business Intelligence. Eckerson präsentiert ein übliches BPM-Framework: Strategie, Planen, Analysieren, Agieren/Justieren. BI sieht er gegenüber BPM wesentlich technischer. Hier erfolgt die übliche Auflistung der verschiedenen BI-Ansätze wie OLAP, Data Warehouse, ohne dass hier grundsätzlich Neues zu berichten ist.
Den Voraussetzungen (Kapitel 4) wird ein ziemlich breiter Raum gewidmet. Dies ist ziemlich amerikanisch, da auch hier wieder die gleichen Anforderungen erwähnt wird, die weitgehend BI-unabhängig sind. Eine Strategie, Sponsorship, formulierter Bedarf, ein klar umrissenes Aufgabenfeld, Ressourcenverfügbarkeit und eine ausgeprägte Messkultur und Zusammenarbeit zwischen Fachabteilung und BI. Eckerson präsentiert eine Studie, die die Aussagen empirisch untermauern.
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