Einsparpotenzial, Einkaufscontrolling

Synergien schaffen und nutzen

Unternehmen nutzen oftmals ihre Möglichkeiten nicht voll aus, wenn es um die Kosten im Einkauf geht. Denn auch, wenn es scheint, als sei aus dem Lieferanten die letzten Möglichkeiten herausgeholt, zeigt sich oft, dass mehr Synergien zwischen den Abteilungen Einsparpotenzial bieten.

16. Mai 2012

von Redaktion CFOworld

Unternehmen sehen ihr Renditepotenzial in der Produktentwicklung und im Vertrieb, aber nicht im Einkauf. Dabei verstecken sich hier noch Renditeschätze. Auch der Umsatz könnte erheblich höher ausfallen, wenn im Einkauf nur fünf bis 15 Prozent der Kosten gesenkt würden.

Dies offenbart eine aktuelle Studie des Einkaufsberatung Kloepfel Consulting, für die Geschäftsführer, Einkaufsleiter und Einkäufer der DACH-Region befragt wurden. In Interview kommentiert Frank Hammesfahr, Projektleiter bei Kloepfel Consulting, die Ergebnisse.

Sie beklagen, dass in vielen Unternehmen die Abteilungen nicht mit dem Einkauf optimal zusammenarbeiten. Welche Folgen hat das?

Hammersfahr: Der Einkauf kann sich binnen weniger Wochen zum Renditemotor entwickeln, sobald dieser intern mit der Technik Hand in Hand arbeitet. Doch diese Chancen werden oftmals nicht konsequent genutzt. Weder bei der Konstruktion, Produktion noch Entwicklung wird der Einkauf als kompetenter Partner betrachtet. Man spricht unterschiedliche Sprachen, die einen denken kaufmännisch und die anderen technisch. Für den Unternehmer wiederum sind die technischen Abteilungen "heilige Kühe". Soll Umsatz gemacht werden, ruft die Geschäftsleitung als erstes die Technik und den Vertrieb an.

Wie kann sich der Einkauf behaupten?

Hammersfahr: Der Einkauf kann deutlich machen, dass er der Technik einen Mehrwert bietet, indem er mit dem vorhandenen Budget mehr oder hochwertigere Rohstoffe oder Vorprodukte einkauft. Doch das funktioniert nur, wenn Einkauf und Technik harmonieren, was oft nicht der Fall ist.

Quelle: Kloepfel Consulting
Das Einsparpotenzial kann bis zu 4,4 Prozent betragen

 

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