Einkommensteuer

Umzugskostenpauschalen erhöht

Einkommensteuer: Umzugskostenpauschalen erhöht
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Das Bundesfinanzministerium erhöhte die Pauschalen für beruflich veranlasste Umzüge. Auch bei privaten Umzügen sind steuerliche Berücksichtigungen möglich.

16. Nov 2012

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Wer aus beruflichen Gründen umzieht kann für sonstige Umzugsauslagen pauschale Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Vorteil: Es sind keine Belege nötig.

In einem Schreiben vom 1. Oktober 2012 legte das Bundesfinanzministerium die neuen Umzugskostenpauschalen fest. Die erhöhten Beträge gelten rückwirkend bereits für Umzüge, die am 1. März 2012 beendet wurden. Weitere Erhöhungen gelten ab dem 1. Januar 2013 und dem 1. August 2013.

Verheiratete können aktuell 1.357 Euro geltend machen, Ledige die Hälfte, weitere Personen, beispielsweise Kinder, 299 Euro. Für umzugsbedingte Nachhilfekosten für Kinder können momentan 1.711 Euro angesetzt werden, ab 1. Januar 2013 sogar 1.732 Euro.

Eine Stunde Fahrzeit eingespart

Als beruflich veranlasst gilt ein Umzug, wenn bei der täglichen Hin- und Rückfahrt zur Arbeit mindestens eine Stunde Fahrzeit eingespart wird. Der Arbeitgeber kann dem Mitarbeiter Umzugskosten in Höhe des Betrags steuerfrei ersetzen, der nach dem Bundesumzugskostenrecht als höchstmögliche Umzugskostenvergütung gezahlt werden kann. Die erhöhten Pauschalen gelten dementsprechend für sonstige Umzugsauslagen.

Auch bei privaten Umzügen ist eine steuerliche Berücksichtigung möglich, dann allerdings gelten nicht die Pauschalen. Wird beispielsweise eine Umzugsspedition beauftragt, dann ist die Rechnung zu überweisen und bei der Einkommensteuererklärung samt Zahlungsbeleg vorzulegen. Von der persönlichen Steuerschuld können dann 20 Prozent dieser Zahlung als haushaltsnahe Dienstleistung abgezogen werden.

Udo Reuß ist freier Wirtschaftsjournalist. Die letzten Beiträge von Udo Reuß: