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Die Einführung der neuen Eigenkaptialrichtlinien Solvency II iab 2012 sorgt für Zündstoff. Vor allem kleinere Versicherer sehen sich überfordert und fürchten Wettbewerbsnachteile.
Die geplanten Neuerungen von Solvency II sorgen weiter für Unmut unter den Betroffenen. Dies offenbarte Ende letzter Woche ein Treffen von Vorstandsmitgliedern von über 100 Versicherungen, die auf Einladung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin in Berlin zusammengekommen waren.
Unbestätigten Presseberichten zufolge sehen die meisten Versicherer zwar grundsätzlich den Sinn und Nutzen von Solvency II,. Zugleich befürchten sie aber einen hohen organisatorischen Aufwand (Aktuare, externe Berater, Berechnungen) bei der Umsetzung, der zusammen mit den größeren Kapitalanforderungen ihre Existenz bedrohen könne. Die Lage kleinerer Versicherer werde in Solvency II nciht ausreichend berücksichtigt, hieß es in Berlin (mehr zu Kreditklemme und Eigenkapital finden Sie hier).
Wie die Financial Times berichtet, hätten die BaFin-Vertreter Verständnis für die Einwände gezeigt und versprochen, die Punkte in die Diskussion unter den Aufsehern auf Ebene der Europäischen Union einzubringen. Zusagen gabe ess indes keine. Anders als bei den 2009 in Kraft getretenen neuen Regelungen zum Risikomanagement, die kleine Gesellschaften mit lediglich zwei Vorständen von der Verpflichtung befreit, einen Risikobericht zu erstellen und eine interne Revision vorzuhalten, ist eine ähnliche Erleichterung bei Solvency II offenbar kaum zu erwarten.
Laut der Zeitung hätten BaFin-Vertreter erklärt, dass eine solche Regelung möglicherweise auf EU-Ebene sehr schwer zu erreichen sei. Dennoch prüfe die Behörde, ob der gesetzlich vorgeschriebene Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hier nicht greifen kann. Sollte dies zutreffen, könnte die Aufsichtsbehörde kleinen Gesellschaften hierzulande die Ausnahme gestatten (siehe auch die neuen Regelungen, die das BilMoG mit sihc bringt).

Lesen Sie im zweiten Teil der BilMoG-Checklliste die besondere Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften.
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