
Die Abläufe zwischen der Finanzabteilung und anderen Abteilungen hält nur eine Minderheit der Finanzverantwortlichen für transparent und effiizient.
Fehlender Einblick in die Finanzprozesse hat für CFOs (Chief Financial Officers) weitreichende Auswirkungen auf das Vertrauen in die Leistung und Profitabilität des Unternehmens. Zu diesem Schluss kommt jetzt die Studie "Cost of Control 2010" von Loudhouse und Basware. Befragt wurden hierzu im April und Mai 550 Finanzleitern aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Spanien, Frankreich, Benelux und den USA.Nur jeder zweite CFO hat vollstes VertrauenDemnach haben nur 35 Prozent der deutschen und 50 Prozent aller befragten Finanzleiter derzeit großes Vertrauen in die Leistung ihrer Abteilung, und auch die Gesamtperformance des Unternehmens bewerten lediglich 39 beziehungsweise 44 Prozent der CFOs als gesichert. Hauptgrund für diese Zurückhaltung ist die für sie fehlende Transparenz der Finanzprozesse im Unternehmen (lesen Sie auch die exklusive Benchmarking-Serie auf CFOworld zu den Kosten und der Effizienz von Finanzprozessen).Beschaffungsprozesse in der KritikKritisiert wird insbesondere die Abläufe zwischen Finanz- und Beschaffungsabteilung. 40 Prozent der CFOs sehen hier noch Verbesserungsbedarf. "Das verwundert uns wenig, besonders wenn wir uns die derzeitigen Reportingstrukturen ansehen", kommentiert Frank Wuschech, Geschäftsführer von Basware. "In 59 Prozent der Befragten deutschen Unternehmen berichtet die Einkaufsabteilung direkt an den Vorstand – die Buchhaltung bleibt dabei außen vor."Dr. Markus Maedler, Professor für Accounting & Control an der IESE Business School in Spanien kommentiert die Ergebnisse der Studie: "Viele Finanzexperten haben inzwischen erkannt, dass in Bezug auf Transparenz und Zusammenarbeit zwischen Beschaffungs- und Finanzabteilung Verbesserungsbedarf besteht (lesen Sie auch die CFOworld-Benchmarks zum Einkaufsprozess). Trotzdem ist der Grad an Automatisierung immer noch relativ gering. Nur ein Sechstel der Befragten setzt auf Automatisierung, die Mehrheit vertraut noch immer auf manuelle Prozesse."Mehr investitionen beim RechnungseingangImmerhin kommt laut Studie bei den Purchase-to-Pay-Prozessen jetzt Bewegung in die Unternehmen: 72 Prozent der befragten Manager gaben an, dass derzeit eine elektronische Rechnungsbearbeitungslösung eingeführt oder in den nächsten zwölf Monaten ausgebaut werden soll. In Deutschland sind es laut Loudhouse sogar 74 Prozent. Darüber hinaus planen 65 Prozent aller und 69 Prozent der deutschen Befragten, ihre Beschaffungsprozesse zu automatisieren. Zur UmfrageDie Cost of Control-Umfrage wurde vom unabhängigen Forschungsunternehmen Loudhouse für Basware im April und Mai 2010 durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf Antworten von Unternehmen aus der ganzen Welt. Bei allen Befragten handelt es sich um CFOs, Finanzdirektoren oder Personen mit gleichbedeutenden Funktionen. Die Unternehmen, in denen die Umfrageteilnehmer tätig sind, beschäftigen 1.000 bis 50.000 Mitarbeiter. Die Umfrage repräsentiert mit jeweils 100 Teilnehmern aus Deutschland, den USA, UK und Skandinavien sowie jeweils 50 Befragten aus Australien, den Beneluxländern und Frankreich einen internationalen Querschnitt.
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unseren Newslettern. Einfach Email-Adresse eingeben und auf "Bestellen" klicken.