Umgang mit kreativen und eigenwilligen Mitarbeitern

Von Innovationen und Querdenkern

Innovationen sind gefragt und wirtschaftlich lebenswichtig. Genauso nötig ist aber nachdenklicher Sachverstand, der Einfälle kritisch hinterfragt und zu einem tragfähigen Konzept formt.

von Renate Oettinger, am 29. Juli 2010

Nur Querköpfe will kein Manager um sich haben. Aber ausschließlich Duckmäuser ohne eigene Ideen? Das geht auf Dauer auch nicht gut. Schließlich gelten innovative Lösungen als Heilmittel gegen die Krise. Lesen Sie wie die richtige Dosis aussieht und wie gute Ideen am besten gedeihen:

Wo sind die Querdenker?

Und dann schaut man sich um und stellt verwundert fest, dass mittlerweile alle innovativen Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Wegrationalisiert; weggemobbt, im Rahmen von Lean-Management-Konzepten ausgemerzt, weggelobt, aufs Altenteil geschoben, und keiner hat es so richtig gemerkt. Das ruft jetzt ratloses Erstaunen hervor; wo sind sie, die kreativen Köpfe, die uns in der Vergangenheit immer so gestört haben, weil sie uns vom Tagesgeschäft abhielten, wo sind sie? Und langsam dämmert es; da war doch dieser eine oder andere Kollege, der mit immer neuen Ideen jedem auf die Nerven gegangen ist und uns von der Arbeit abgehalten hat. Eigentlich war man froh, als dieser Mitarbeiter nicht mehr im Betrieb war.

Innovative Köpfe

Innovative Köpfe haben es in einem gut laufenden Unternehmen schwer. Die Masse der Mitarbeiter ist auf einem hohen, gut funktionierenden Niveau und kann die Aufgaben, die der Markt stellt, gut erfüllen. Allerdings hat diese Masse Probleme mit Mitarbeitern, die sich positiv oder negativ von diesem Niveau abheben.

Wenn jemand sich durch besonders innovative Ansätze abhebt, wird er von seinem Umfeld argwöhnisch betrachtet. Er stört den Betriebsfluss, setzt seine Arbeitskraft für andere Dinge ein und zwingt so seine Kollegen, die von ihm liegen gelassene Arbeit mitzumachen. Wenn hier die Unternehmensleitung nicht regulierend eingreift, ist das Schicksal dieses innovativen Mitarbeiters schnell besiegelt (lesen Sie auch, wie sich Führungskräfte gerade bei Restrukturierungen um ihre Mitarbeiter kümmern sollten).

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