
ManU ist raus, Bayern weiter. Im Halbfinale der Champions League geht es gegen Lyon. Wer nicht nur zum Rückspiel in die französische Rhône-Alpes-Region fährt, kann von unseren Knigge-Tipps profitieren.
Nach einem furiosen Champions-League-Abend genügte dem FC Bayern München ein 2:3 gegen Manchester United, um ins Halbfinale der Champions League einzuziehen. Das dringt auch zu denen durch, die sich normalerweise nicht für Fussball interessieren. Das muss es auch nicht, aber wie die Fans des FCB kommen auch CFOs ab und zu in die Situation, vor einem europäischen Nachbarn zu stehen und nicht zu wissen, was er meint. Im Halbfinale wird der europäische Nachbar ein Franzose sein, genauer ein Lyonese. Wenn der mal dicke Backen macht, heißt das nicht unbedingt, dass er sich aufplustern will. Damit Fan oder CFO nicht unangemessen zurückplustern, haben wir hier einige Tipps für Sie. Parlez-vous francais? Die Verdienstfrage: Einen Franzosen fragt man nicht nach seinem Gehalt. Der Status leitet sich von der sozialen Herkunft und der Ausbildung eines Geschäftsmannes ab, nicht von seinem derzeitigen Verdienst. Die Verwechslung: Während bei uns die Universität die Kaderschmiede für Manager ist, geht Frankreichs Elite in eine "Grand Ecole". Sie mit einer Massenuni zu verwechseln, wäre peinlich, und auch mit einer unserer Privatuniversitäten sind sie nicht vergleichbar. Nach dem Abitur absolviert ein Elitestudent einen zweijährigen Vorbereitungskurs, die "Classe préparatoire", nach der man die Aufnahmeprüfung für die Grande Ecole bestehen muss. Die Frage nach der Universität sollten Sie bei wichtigen Meetings also eher weglassen. Die Berufsfrage: Eine weitere Frage, die sich in Frankreich nicht gehört, ist die nach dem Beruf. Sie gilt als aufdringlich, Sie sollten sie unterlassen. A table - Zu Tisch Das süße Geschäft: Franzosen essen langsam und nehmen sich für die Tischkultur ausgiebig Zeit. Deshalb sollten Sie Geschäftliches auch nicht schon bei der Vorspeise ansprechen, sondern eher zum Dessert. Davor tun sie gut daran, ausgiebig die gute Küche zu loben. Die Gestik: Bläht ein französischer Geschäftspartner seine Wangen auf, so symbolisiert er keinen Unmut. Die Geste ist eine typisch französische und gilt nicht als unhöflich. Zahlemann und Söhne: Falls Sie nicht der Gastgeber sind und mit Kollegen essen gehen, sollte einer der Anwesenden für alle zahlen. Danach können Sie die Rechnung aufteilen. Mehr WissenDiese Tipps entstammen demm "Business Knigge international" von Kai Oppel, erchienen im Haufe Verlag. Brauchen Sie nicht? Dann testen Sie doch gleich einmal Ihr Knigge-Wissen in unserem Assessment. Weitere Assessments zu unterschiedlichsten Themen finden Sie hier.
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