
Die strategische und operative Planung führen in vielen Unternehmen immer noch ein Eigenleben. Eine effektive Unternehmenssteuerung erfordert aber ein Zusammenspiel - so wie Motor und Lenkung in einem Auto.
Die Konzernplanung war immer schon eine große Herausforderung. Aus gutem Grund setzen Finanz- und Controlling-Abteilungen auf leistungsstarke Softwarelösungen. Aber wie beim Auto helfen die vielen schönen PS nicht weiter, wenn die Steuerung dadurch schwergängig wird – und vor allem, wenn die Kraft nicht auf die Straße kommt.
Genau so ist aber der Status Quo in vielen Unternehmen. Das mangelhafte Zusammenspiel zwischen den einzelnen Planungssystemen hat zur Folge, dass im operativen Management nur wenig wirksam wird, was die strategische Unternehmensplanung entwickelt (lesen Sie auch, welche Gefahren eine schlecht Integration von Risiko-Management und Controlling birgt).
Ein „dicker“ V8 bringt wenig, wenn die Karosse auf Fahrradreifen steht: Eine Erkenntnis, die bei vielen Unternehmen auch vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage reift. Der Motor ist die strategische Planung, die von Finanz- und Controlling-Abteilungen mit mächtigen Werkzeugen und viel Aufwand betrieben wird.
Die operative Planung, wie sie in den Fachabteilungen vorgenommen und dort auch umgesetzt wird, geschieht jedoch nach wie vor mit vergleichsweise primitiven Tabellenkalkulationen – einem Schmalspur-Tool, gemessen an den Aufgaben. Dazwischen klafft eine offensichtliche und nur schwer zu überwindende Lücke. Dieser Systembruch hat erhebliche Folgen: Die Strategie, die „oben“ gemacht wird, kommt „unten“ nicht an. Entsprechend schwierig ist es, diese Größen korrekt in einer operativen Planung umzusetzen (auch bei der Budgetierung gibt es seit längerem Diskussionen über neue Ansätze).
Dieses Problem adressieren die Hersteller von Planungslösungen für Konzerne bislang kaum – und wenn, dann nur halbherzig. So kommt es zur problematischen Verbindung von Business-Intelligence-Tools und Excel & Co. Dass der Einsatz von Tabellenkalkulationen als kollaboratives Planungswerkzeug kritisch ist, haben nicht nur Einzelfälle im Bankenalltag längst bewiesen. Bis zu 70 Prozent aller Planungsdaten, die mit Excel verarbeitet werden, sind fehlerhaft, rechnen Experten hoch. Also schlicht das falsche Werkzeug an der falschen Stelle.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, was sich gegen das Planungsproblem tun lässt

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