
IT und Fachbereich müssen bisherige Nutzungsmodelle ihrer IT-Infrastruktur überdenken. Andernfalls unterläuft der steigende Ressourcenverbrauch jede Sparpolitik.
Um die steigenden IT-Kosten in den Griff zu bekommen, müssen sich IT- und Finanzabteilung mehr als bisher mit dem Ressourcenberdarf und - verbrauch in ihrer Organisation beschäftigen, mahnen jetzt die Berater von Compass Management Consulting. Bislang hätten die IT-Chefs bei der Kostenkontrolle vorrangig die Angebotsseite im Blick gehabt, doch greift dies zu kurz. Statt zu versuchen, IT-Anforderungen aus den Fachabteilungen immer zum niedrigsten möglichen Preis mit den höchsten möglichen Service-Levels nachzukommen, müsse eine genaue Ressourcenplanung her, so Scott Feuless, Principal Consultant bei Compass: "Ohne aktives Management der Nachfrage werden steigende Kosten weit über den Einsparungen liegen, die die IT durch gesteigerte Effizienz erreichen kann", so Feuless. Compass nennt einige Beispiele, wo künftig mehr Kreativität gefordert ist, um den bisherigen Ressourcenberdarf und - verbrauch und damit verbundenen Kostenzuwächse zu vermindern:1. Storage StrategienHier geht es vor allem darum, das Daten-Management zu kategorisieren und zu priorisieren. Wie Compass berichtet, klafft bei der Speicher-Hardware eine besonders dramatische Lücke zwischen fallenden Stückkosten und wachsendem Bedarf in den Unternehmen.Immer komplexere Compliance-Anforderungen tun ein Übriges dazu, dass eine Fülle von Daten in das Backend wandern, weil sie als kritisch hinsichtlich Sicherheit, Erreichbarkeit und Langlebigkeit eingestuft werden. Plötzlich erscheint alles gleich wichtig zu sein. Ist es aber nicht. Deshalb sollte das Unternehmen versuchen, Kategorien, Prioritäten und Lebenszyklen zu definieren, um den Storage-Kosten Einhalt zu bieten.2. Chargeback-ProgrammeNeue Ausgleichs-Mechanismen gewinnen an Beliebtheit, weil sie Transparenz ins Zusammenspiel von Kosten und Business-Anforderungen für einzelne IT-Geräte bringen.3. Server-VirtualisierungDer potenzielle Nutzen von Virtualisierung ist seit langem bekannt, doch fällt es oft schwer, diesen konkret zu berechnen. Unternehmen müssen neue Maßstäbe entwickeln, weil die traditionellen Kostenkalkulationen für physische Server in virtualisierten Umwelten weitgehend irrelevant sind.4. Verhandlungen mit ProvidernWer seine IT ausgelagert hat, sieht sich hier meist einer gravierenden Schwierigkeit gegenüber: Wenn die Gebühren für den Service Provider nach Volumen berechnet werden, fehlen diesem die Anreize, innovative Wege für einen schonendere Resourcennutzung zu suchen."Ein Dialog zwischen Kunden und Providern ist hier nötig", so Feuless. Als Kunde könne man Providern beispielsweise Investitionen in anderen Feldern in Aussicht stellen, wenn die Kostenreduzierung auf einem Gebiet gelinge.
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