
Er darf nicht zu kurz und nicht zu sanft sein - der ideale Handschlag. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, wie er geht. Jetzt gibt es sogar eine Formel.
Es ist eine tagtägliche Übung, und doch fühlen sich zwei Drittel der Menschen dabei unsicher: beim Handschlag. Er besiegelt in vielen Kulturen Begrüßungen und Verträge oder symbolisiert die Versöhnung nach einem Streit. Jeder Fünfte hasst das SchüttelnIm Durchschnitt schüttelt jeder von uns während seines Lebens knapp 15.000 Hände. Jeder Fünfte gibt offen zu, diesen Akt zu hassen und nicht zu wissen, wie ein erfolgreicher Handschlag aussehen sollte.Forscher fragten nach, ob Menschen im vergangenen Monat einen unerfreulichen Handschlag am eigenen Leib erlebten. 56 Prozent bejahten dies. Ihnen wurde etwa eine schweißnasse Hand gereicht, die Finger wurden zu fest gedrückt oder der Händeschlag dauerte deutlich zu lange. Zu kurzes Drücken wirkt arrogantGeoffrey Beattie, Psychologieprofessor an der Universität Manchester, hat nun eine mathematische Formel für den perfekten Handschlag entwickelt: "Der Handschlag ist eines der bedeutendsten Elemente für den ersten Eindruck. Er dient uns als Information und um uns ein Urteil über eine andere Person zu bilden." Wer zu sanft Hände schüttelt, wirke unsicher. Hinter zu kurzen Schüttlern könnte man Arroganz vermuten. Die FormelBeatties Formel für den idealen Handschlag lautet so:PH=√(e2+ve2)(d2)+(cg+dr)2+π{(4<s>2)(4<p>2)}2+(vi+t+te)2+{(4<c>2)(4<du>2)}2 Augenkontakt und HandtemperaturIn der Agenda erläutert der Professor das mathematische Konstrukt:(e) ist Augenkontakt (1=keiner; 5=direkter). Am besten für den idealen Handschlag ist ein direkter Augenkontakt, also eine 5.(ve) ist Verbalansprache (1=sehr inakzeptabel; 5=sehr angemessen). Auch hier ist die 5 der optimale Wert.(d) ist Duchenne-Lächeln - Lächeln der Mund- und Augenpartie, plus symmetrische Gesichtszüge (1=überhaupt nicht (falsches Lächeln); 5=voll ausgeprägt). Natürlich sollte hier eine 5 stehen.(cg) Vollständigkeit des Handschlags (1=sehr unvollständig; 5=völlig). 5 ist auch hier die beste Eingabe.(dr) Trockenheit der Hände (1=nass; 5=trocken). eine 4 beschreibt den optimalen Feuchtigkeitswert der Hände.(s) Stärke (1= schwach; 5=stark). Mittelmäßig stark sollte der Druck sein, also eine 3 wert.(p) Position der Hand (1=viel näher am eigenen Körper; 5=viel näher am Körper des Gegenübers). Auch hier ist das Mittelmaß der 3 ideal.(vi) Energie (1=zu wenig; 5=mittel). Ebenfalls ist 3 der richtige Wert.(t) Handtemperatur (1=zu kalt/zu heiß; 5=mittel). Nicht zu heiß, nicht zu kalt, also 3.(te) Handoberfläche (5=mittel; 1=zu rauh, zu weich). Geschmeidig, aber arbeitsam, so sollte sich eine Handoberfläche anfühlen: 3.(c) Kontrolle (1=niedrig; 5=hoch). Reißen Sie nichts an sich, bleiben Sie bei einer 3.(du) Dauer (1= kurz; 5=lang). Lassen Sie irgendwann auch wieder los. Eine 3 lang sollte der Händedruck dauern. Drei Schüttler empfohlenIn einfachere Worte gefasst sieht der perfekte Handschlag in etwa so aus: Man nimmt die rechte Hand, greift komplett zu und drückt die Hand des anderen, aber nicht zu fest. Befinden sollten sich die Hände genau zwischen den beiden Schüttlern. Am angenehmsten wird eine kühle trockene Hand empfunden, die rund drei Schüttler vollzieht. Immer schön lächelnZwei bis drei Sekunden dauert der ideale Handschlag. Wer Hände schüttelt, schaut seinem Gegenüber dabei in die Augen und hat ein natürliches Lächeln auf dem Gesicht. Wenn man zusätzlich noch etwas Angemessenes sagt, sitzt der Handschlag. Professor Geoffrey Beattie von der Universität Manchester hat diese Formel für die Automarke Chevrolet entwickelt. Daraus ist eine Anleitung für den richtigen Handschlag für Mitarbeiter des Unternehmens entstanden. Mit freundlicher Genehmigung unserer Schwesterpublikation CIO.
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unseren Newslettern. Einfach Email-Adresse eingeben und auf "Bestellen" klicken.